Die Beschreibung klang faszinierend, und ich wollte unbedingt eine Schnorcheltour zur Isla Tortuga und zu den Islas Cuatro Hermanos machen. Während der schlimmsten Hitze (dank El Niño) erklärten uns jedoch alle Veranstalter*innen, dass sie diese Tour nicht anbieten würden, weil es sich nicht lohne. Ich wollte nicht aufgeben und fand schließlich eine kleine, neue Tauchschule. Es war buchstäblich der letzte Veranstalter auf meiner Liste. Roy, der Besitzer von Whale Shark Diving Galápagos, meinte, das sei überhaupt kein Problem. Gesagt, getan. Ich buchte uns einen Platz für den übernächsten Tag.
Am Tag der Tour lag Spannung in der Luft – zumindest in meiner. Die Kamera war vollständig vorbereitet, und das Nauticam-Gehäuse war sauber und glänzend. Um 7:30 Uhr wurden wir abgeholt, um unsere Schnorchelausrüstung zu holen. Dann gingen wir an Bord des Bootes. Wir waren elf Personen an Bord, darunter Roy und der fantastische Guide Omar. Das Wetter war perfekt. Vor uns lagen 45 Minuten Fahrt. Die Leute plauderten fröhlich, und die Stimmung war gut. Omar erzählte uns etwas über die bevorstehenden Orte. Er sagte, wir könnten mit Hammerhaien, Galápagoshaien, Schildkröten, Mantarochen und Seelöwen rechnen. Die Stimmung an Bord wurde angespannter und aufgeregter.
Am ersten Spot sahen wir tatsächlich einige Bogenstirn-Hammerhaie (Sphyrna lewini) und Weißspitzen-Riffhaie (Triaenodon obesus) tief unter uns. Wir schnorchelten einfach im tiefen Blau. Unter uns konnte man vage die Ausläufer des Vulkankraters erkennen. Ein starker und beeindruckender Start der Tour. Dann begann die Überfahrt zu den Cuatro Hermanos-Inseln. Kurz bevor wir ankamen, sah Paula einige Flossen in der Ferne. Dann rief der Kapitän etwas, das uns alle aufspringen ließ: Orcas!