Als wir ankamen, merkten wir schnell, dass das Wetter vor Kurzem noch sehr ungemütlich gewesen war. Am Flughafen lernten wir noch einen weiteren Taucher derselben Tauchschule kennen. Im Auto kam langsam die Ernüchterung. Wir erfuhren, dass ein Hurrikan kurz vor unserer Ankunft die Insel heimgesucht und das Tauchen in den letzten zwei Wochen unmöglich gemacht hatte. Obwohl wir von strahlendem Sonnenschein empfangen wurden, war das Meer immer noch sehr aufgepeitscht. In der Tauchschule erledigten wir erst einmal das Notwendige: Equipment-Check, Einchecken und Autoübergabe.
Im anschließenden Briefing für die kommenden zwei Wochen bekamen wir eine schlechte Nachricht nach der anderen. Zuerst erfuhren wir, dass ihr Safarischiff kaputt war und wir keine zweitägige Safari nach Princess Alice, einem Unterwasserplateau 100 km vor der Küste, machen konnten. Darauf hatten wir uns schon alle ziemlich gefreut – egal, es gab ja noch andere tolle Sachen. Auch die anderen gebuchten Tauchgänge wackelten aufgrund des Wetters. Wir bekamen vorerst einen Termin für den Check-Dive am nächsten Tag; dieser sollte vom Land aus stattfinden, war also kein Problem. Alles, was danach kam, war unsicher. Leicht genervt und hungrig verließen wir die Tauchschule, packten unser Auto und wurden noch zur Unterkunft begleitet. Wir packten aus, bezogen das Quartier und gingen einkaufen. Die Lage war großartig, denn wir waren mitten in den Ausläufern des Vulkans. Hinter uns erhob er sich und blickte auf unser Haus herab. Langsam kehrte eine versöhnliche Stimmung ein und wir genossen den Abend am Meer bei einem Burger-Foodtruck.